Espresso Teil 2 - Die perfekte Zubereitung

Mahlgrad - Temperatur - Tampen - Extraktionszeit

Die Zubereitung des perfekten Espresso ist eine Kunst für sich. Jedoch gibt es einige Rädchen, an denen auch Nicht-Profis schrauben können, um ihren Espresso-Genuss zu verfeinern.


Espresso - Was muss man beachten?

In der Theorie hört sich die Herstellung von Espresso gar nicht mal so schwierig an – gemahlenen Kaffee in ein Sieb geben, pressen und in die Siebträger-Maschine einspannen, fertig ist er.

Leider ist es doch nicht ganz so simpel, wie es im ersten Moment scheint. Wir haben deshalb ein paar Tipps für euch zusammengestellt.
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Als grobe Faustregel gilt: Der Geschmack des Kaffees wird bestimmt durch die Kontaktzeit des Kaffeepulvers zum heißen Wasser. Was das heißt, schauen wir uns jetzt in den einzelnen Bereichen genauer an:

 

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Der Mahlgrad

Für die Espressozubereitung wird ein feiner Mahlgrad gewählt. Der Mahlgrad bestimmt, welche Stoffe aus dem Kaffee extrahiert werden. Das wiederum ist abhängig von der Oberfläche des Kaffees, die zunimmt, je feiner der Kaffee gemahlen wird.

Bei gleicher Durchlaufzeit kann der Kaffee mit unterschiedlichem Mahlgrad also komplett unterschiedlich schmecken.

Generell gilt, wie bei allen Bereichen der Kaffeezubereitung, dass man sich immer ein wenig herantasten muss, um die perfekte Einstellung zu finden.

Der Mahlgrad muss auch immer wieder neu justiert werden, es gibt also nicht die eine Einstellung fürs Leben – das wäre aber auch zu schön, wir lieben ja schließlich die Herausforderung 😉.

Achte außerdem darauf, dass der Kaffee immer frisch gemahlen wird –

bereits in den ersten 5 Minuten verliert er 15% seines Aromas!

Wie kannst du herausfinden, ob der Mahlgrad stimmt?

Wenn dein Espresso zu hell und dünnflüssig ist und sehr schnell durchfließt, kann es sein, dass das Pulver zu grob gemahlen ist.
Es fehlt ihm dann an Körper, da zu wenig Bestandteile herausgelöst wurden, außerdem schmeckt er leicht sauer. Ist er hingegen sehr dunkel und unangenehm bitter, kann es sein, dass die Einstellung zu fein war.

Die Menge des Kaffeepulvers

Die Pulvermenge sollte zwischen 8-12 Gramm liegen. Dieser Wert ist vor allem von der Kaffeesorte abhängig. Geh dabei einfach nach deinem persönlichen Geschmack, es gibt keine absolut richtigen Wert.

Wassertemperatur und Druck

Die Wassertemperatur sollte ca. 90°-96° Celsius betragen.Ist die Brühtemperatur zu heiß, kann dies zu unerwünschten Bitternoten führen. Der optimale Druck der Pumpe liegt bei 9-10 bar.

Tampen – Der Anpressdruck

Beim Tampen geht es prinzipiell darum, die Luft aus dem Kaffee zu drücken. Generell gilt ein sogenannter Anpressdruck von 15-20 kg als Richtwert.

Das kannst du zu Beginn ganz leicht mit einer gewöhnlichen Küchenwaage testen.

Achte darauf, den Tamper vorab von Kaffeeresten zu befreien und ihn immer trocken zu halten.

Setz ihn gerade auf und drück ihn gleichmäßig nach unten – der Daumen zeigt dabei nach unten und mit den Fingern kannst du fühlen, ob der Tamper gleichmäßig aufgesetzt ist.

Auch hier gilt wieder: learning by making coffee.
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Menge des fertigen Kaffees und Durchlaufzeit (Extraktionszeit)


Gewünscht sind 25-35ml fertiger Kaffee (Single Shot). Dabei sollte die Durchlaufzeit – also die Zeit, in der das heiße Wasser durch das Pulver gepresst wird – ca. 25-30 Sekunden betragen. Der Kaffee soll regelmäßig und konstant in die Tasse fließen. Kenner sprechen hierbei vom sogenannten „Mäuseschwänzchen“


Und jetzt viel Spaß beim üben und ausprobieren!

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