Wie mache ich besseren Kaffee?

Einfache Tipps fürs Kaffee brühen

Zugegeben, die Frage klingt etwas abgedroschen, aber wir trauen uns zu wetten, dass wohl jeder Kaffeetrinker sich über diese Frage schon den Kopf zerbrochen hat. Für manche scheint es so etwas wie die Suche nach dem heiligen Gral zu sein. Welch heldenhaften Geschichten so mancher Kaffeeveteran darüber schon zum Besten gegeben hat, lässt uns immer wieder schmunzeln. Da werden keine Mühen gescheut, nichts ist zu kompliziert und sowieso nicht zu teuer. Mythen, Legenden und auch tragische Geschichten ranken sich um die ewige Suche. Nun, lasst uns das Thema etwas nüchterner betrachten. Ganz so kompliziert ist es nämlich nicht. 

Auch wenn die Qualität der Röstung und die Auswahl der Bohnen sehr wichtig ist, kann man auch in der Zubereitung viele Fehler machen. Wenn es nun nicht nur um den Rohstoff geht, was ist es dann?
Um einen kleinen Vergleich herzustellen, betrachten wir kurz den Rennrad-Sport: Ein Rennradprofi wird auch mit schlechtem Equipment einem Amateur um die Ohren fahren. Auch wenn der Profi mit einem alten, schweren Rad unterwegs ist und der andere ein tolles Carbon-Rad fährt. Zurück zu unserm Lieblingsgetränk. Es gibt hier einige entscheidende Faktoren, die klar den Geschmack und das Aroma der Kaffeezubereitung (der Profi nennt das „Kaffeeextraktion“) beeinflussen.
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Folgendes solltet ihr euch vorab merken:

Das passend gemahlene Kaffeepulver muss in einer bestimmten Zeit seine Aromastoffe in Wasser mit einer geeigneten Temperatur lösen können.


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Das klingt jetzt etwas wissenschaftlich, aber lasst es uns gemeinsam Stück für Stück durchgehen. Zu allererst müsst ihr euch natürlich darüber klarwerden, welche Zubereitungsart ihr bevorzugt. Wenn ihr euch nun denkt „Naja – Kaffee halt“, macht ihr euch das Leben leider ein wenig zu einfach. Es ist nämlich entscheidend, ob ihr am Ende einen Espresso, Filterkaffe oder doch lieber einen Mokka haben wollt. Je nachdem muss nämlich an dem ein oder anderen Rädchen gedreht werden.

Passender Mahlgrad des Kaffee:


Entsprechend eurer Zubereitungsart, muss die Bohne unterschiedlich gemahlen werden. z.B. fein für den Siebträger und gröber für Filterkaffe. Bei den meisten Mühlen kann man den Mahlgrad in verschieden Stufen einstellen. Bitte nutzt eine Mühle mit Kegel- oder Scheibenmahlwerk. Es lohnt sich hier ein paar Euro mehr auszugeben. Handmühlen bekommst du bereits sehr preiswert und sie liefern ein super Mahlergebniss.

Bestimmte Zeit:


Wie so oft im Leben ist das Timing auch hier entscheiden. Nur wenn das Wasser in der passenden Zeit mit dem Pulver in Berührung ist, wirst du ein gutes Ergebnis erzielen. Sonst wird der Kaffee beispielsweise zu sauer (meist zu kurz) oder zu bitter (meist zu lang).Ein Beispiel: Espresso im Siebträger sollte grob 25 (+/- 5) Sekunden durchlaufen, ein Filterkaffee (je nach Filtermethode) braucht hingegen zwischen 2 - 4 Minuten.

Geeignete Temperatur:


Wie in der Liebe, ist heiß nicht gleich heiß. Scherz beiseite, aber man muss hier schon genau aufpassen. So sollte das Wasser keinesfalls kochen, sondern je nach Zubereitung eine Temperatur von ca. 92-96 Grad Celsius haben. Bei zu heißem Wasser lösen sich oft zu viele Bitterstoffe aus dem Kaffee. Als Tipp für alle Cappuccino-Trinker (und natürlich auch alle anderen Milchnasen): auch bei der Milch spielt die Temperatur eine wichtige Rolle. Mehr als 65 Grad werden allgemein nicht empfohlen. Wird die Milch heißer, gerinnt das Eiweiß – der Milchschaum fällt zusammen und ein bitterer Geschmack ist die Folge.


Jetzt gilt es zu experimentieren, denn über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Die genaue Einstellung ist schlussendlich eine persönliche Angelegenheit. Nun solltet ihr schon ein recht gutes Gefühl entwickelt haben, mit welchen Stellschrauben ihr euren Kaffee beeinflussen könnt. Für den Heimgebrauch raten wir mit dem Mahlgrad zu starten. Damit kann man oft Wunder bewirken.

 

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