Der Geschmack von Kaffee - Welche Einflussfaktoren für die Aromen von Kaffee eine Rolle spielen
Alles Wissenswerte darüber, warum dein Kaffee so herrlich nach Bitterschokolade oder Marzipan schmeckt und weshalb du als Nussallergiker ohne Bedenken unseren Go Nuts genießen kannst.
Inhaltsverzeichnis
- Über 800 natürliche Aromen im Kaffee
- So testest du Kaffee richtig
- Keine künstlichen Aromen
- Woher kommen die Aromen im Kaffee?
- Anbaubedingung und Aufbereitung von Kaffee
- Washed, Natural oder Monsooning?
- Zubereitungsarten von Kaffee im Geschmacksvergleich
- Wie beeinflusst die Art der Zubereitung den Geschmack meines Kaffees?
- Wie viele Aromen hat Kaffee
- Unterschied Aromen und aromatisierter Kaffee
Über 800 natürliche Aromen im Kaffee
Kaffee besitzt weitaus mehr natürlich vorkommende Aromen als Wein. Bei guten Weinen sind wir es gewohnt, den Geschmack in bestimmte Nuancen wie blumig, erdig, würzig oder zitruslastig einzuordnen. Kaffee hat im Vergleich zu Wein doppelt so viele natürlich vorkommende Aromen. Diese Tatsache macht aus ihm mehr als den Guten-Morgen-Cappuccino. Durch verschiedenste Zubereitungsarten kannst du aus ihm vielfältigste Geschmäcker herauskitzeln. Die Unterscheidung unterschiedlicher Aromen bedarf etwas Übung, bis du die einzelnen Noten unterscheiden kannst. Hauptmerkmale kannst du jedoch schon nach wenigen Versuchen wahrnehmen.
So testest du Kaffee richtig – ein Tipp deines Rösters
Schließ doch das nächste Mal beim Kaffeegenuss einfach kurz deine Augen, rieche an deiner frisch aufgebrühten Tasse Kaffee und schlürfe den Kaffee in kleinen Schlucken. Beim Schlürfen wird dir zwar dein Tischnachbar etwas seltsame Blicke zuwerfen, aber nur so kannst du den Kaffee im gesamten Mund-, Rachen und Nasenraum wahrnehmen und alle Nuancen schmecken.
Keine künstlichen Zusätze – Aromen im Kaffee sind Natur pur
Geschmack: nussig; Aromen von Mandel und frischem Marzipan.
Geschmack: säuerlich-fruchtig, Aromen von wilden Beeren.
Wenn du diese oder ähnliche Beschreibungen auf deiner Kaffeeverpackung liest, bedeutet das nicht automatisch, dass der Geschmack künstlich hinzugefügt wurde. Im Kaffeespezialitäten-Sektor wird damit die Richtung beschrieben, in die die natürlichen Aromen deines Kaffees gehen. Wir von unbound benennen unsere Spezialitätenkaffees zum Beispiel nach der Hauptgeschmacksrichtung, die unser Kaffee einschlägt. Unser Merry Blueberry schmeckt zum Beispiel herrlich fruchtig-frisch nach Blaubeere, unser Nutty Butty hingegen fein-nussig mit Aromen von Haselnuss und Mandel.
Woher kommen die Aromen im Kaffee?
Die natürlichen Aromen in deinem Kaffee setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen.
Die Kaffeesorte – Arabica oder Robusta
An oberster Stelle spielt die Kaffeesorte eine wichtige Rolle. Kaffee kann grundsätzlich in zwei Arten unterschieden werden. Canephora, oder im allgemeinen Sprachgebrauch auch oft Robusta genannt, schmeckt meist erdig-schokoladig. Arabica-Bohnen hingegen zeichnen sich durch vielfältige Geschmacknuancen aus. Diese reichen von floral über zitruslastig bis hin zu exotischen Früchten, Beeren, aber auch Mandel und Marzipan.
Anbaubedingung und Aufbereitung von Kaffee
Kaffee ist ein Naturprodukt, daher ist sein Geschmack auch nicht jedes Jahr exakt gleich. Temperatur, Niederschlag und die Anzahl an Sonnenstunden nehmen Einfluss auf den Geschmack des Kaffees, weshalb er, ähnlich wie Wein, jedes Jahr ein bisschen anders schmeckt.
Bei der anschließenden Aufbereitung der Bohnen kann ebenfalls Einfluss auf den späteren Geschmack genommen werden. Unterschieden wird dabei, zu welchem Zeitpunkt und wie das Fruchtfleisch von der Bohne getrennt wird:
Washed
Bei der nassen Aufbereitung, auch washed genannt, wird das Fruchtfleisch vor dem Trocknen von der Bohne getrennt. Die Bohnen werden im Anschluss in einem Wassertank fermentiert, um resistente Bestandteile der Kaffeebohne schonend zu entfernen, und dann getrocknet. Sie zeichnen sich durch ein klares Geschmacksprofil, eine leichte Süße und explosive Fruchtigkeit sowie Säure aus.
Natural
Natural bezeichnet die trockene Aufbereitung von Kaffeebohnen. Das Fruchtfleisch bleibt dabei während der gesamten Trocknung an der Bohne und wird erst vor der Weiterverarbeitung getrennt. Wichtig für eine gute Qualität ist dabei eine hochwertige Trocknung durch konstante Witterungsbedingungen. Wenn diese gegeben sind, schmeckt dein Natural-Kaffee einzigartig süß, blumig-fruchtig und vollmundig.
Monsooning
Ja, es ist tatsächlich genau das, wonach es klingt: Der Kaffee wird bewusst über einen langen Zeitraum Wind und Feuchtigkeit ausgesetzt. Diese Art der Aufbereitung kommt vor allem in Indien zum Einsatz und soll den langen Transport des Kaffees per Schiff simulieren. Der Kaffee war dabei Wind und Wetter ausgesetzt und entwickelte dadurch seinen charakteristischen Geschmack. Dieser „Regenkaffee“ schmeckt einzigartig würzig und ist dabei sehr säurearm.